Tesla-Besitzer, die ältere Fahrzeuge mit Hardware 3 fahren, berichten, dass ihr Autopilot-Computer so heiß wird, dass er einen Fehler auslöst — und in einer Reihe von Fällen so heiß, dass er ganz ausfällt. Die Meldungen häufen sich, seit Tesla die Freigabe von FSD v14 Lite im Juli auf HW3-Fahrzeuge ausgeweitet hat; zu einem Zusammenhang hat sich Tesla öffentlich nicht geäußert.
Was Besitzer beobachten
Der HW3-Autopilot-Computer ist für den Betrieb zwischen 0 °C und 90 °C spezifiziert. Sobald die Platine 90 °C überschreitet, löst sie einen Thermofehler aus — Besitzer haben Screenshots aus dem Servicemodus mit dem Code APP_w141_ECU_Thermal_Issue veröffentlicht — und einige haben Platinentemperaturen von 96 °C bis 99 °C gemessen.
Vom Fahrersitz aus zeigt sich der Fehler in einer bekannten Abfolge:
- Die Warnung mit den roten Händen am Lenkrad erscheint.
- FSD schaltet sich mitten in der Fahrt zwangsweise ab.
- Das Fahrzeug wechselt in den Zustand „Selbstfahren nicht verfügbar” und lässt sich erst wieder aktivieren, wenn der Computer abgekühlt ist.
Das ist der noch beherrschbare Fall. Die schwerwiegenderen Meldungen beschreiben einen Computer, der sich vollständig abschaltet und nicht mehr startet — Besitzer berichten, der Tesla-Service habe ihnen gesagt, die Einheit müsse ersetzt werden.
Warum v14 Lite als Auslöser verdächtigt wird
v14 Lite existiert, weil HW3 den vollen v14-Stack nicht ausführen kann. Der Chip ist mehrere Generationen alt und bietet nur rund 15 % der Speicherbandbreite einer HW4-Platine. Selbst das abgespeckte Modell ist deutlich schwerer als die v12-Software, mit der HW3 ausgeliefert wurde; das Silizium arbeitet also härter und über längere Strecken, und Wärme ist die direkte Folge.
Auf das zeitliche Zusammentreffen weisen die Besitzer hin. Die Beschwerden folgen dem sich ausweitenden Rollout und nicht einem bestimmten Firmware-Zweig oder Klima, und sie kommen von Fahrern, die unter v12 keine Thermowarnungen gesehen haben. Das ist ein Indiz — eine Korrelation über Besitzerberichte hinweg, keine technische Aussage von Tesla — und es sei ausdrücklich gesagt, dass das Unternehmen keine Ursache bestätigt hat.
Was das für HW3-Besitzer in Europa bedeutet
Europäische HW3-Fahrzeuge stehen in einer unangenehmen Lage. FSD (Supervised) ist nur in fünf EU-Ländern zulässig, deshalb fahren die meisten Besitzer hier mit Autopilot statt mit dem vollen Stack — das begrenzt die Berührung mit dem schwereren v14-Lite-Modell, das in derselben Firmware ausgeliefert wird, beseitigt sie aber nicht.
Das größere Problem ist, was der Vorgang über die restliche Perspektive der Plattform aussagt. Tesla hat HW3-Besitzern FSD mit dem Versprechen künftiger Fähigkeiten verkauft und hat weiterhin keinen festen Plan, wie diese Fahrzeuge dorthin kommen. Über eine Nachrüstung wird seit Jahren gesprochen, ohne dass ein verbindliches Programm zustande gekommen ist. Wenn der abgespeckte Build, der die Lücke überbrücken sollte, stattdessen den Computer gart, verengt sich die praktische Antwort für HW3-Besitzer auf einen Hardwaretausch, dessen Finanzierung Tesla nicht zugesagt hat.
Vorläufig fällt die Abhilfe unbefriedigend aus: Besitzer mit wiederholten Thermofehlern buchen Servicetermine, und sobald eine Einheit ausgefallen ist, bleibt als einzige Lösung eine neue Platine. Wer HW3 fährt, v14 Lite installiert hat und an warmen Tagen rote Hände sieht, sollte die Fehlercodes vor der Terminbuchung im Servicemodus dokumentieren — mehrere Besitzer berichten, dass erst die Belege das Gespräch vorangebracht haben.