Škoda hat am 17. September 2026 die Bestellbücher für den Epiq 40 geöffnet. Er startet bei 27.900 € – und er ist nicht das günstige Modell: Ein Epiq 35 kommt im Oktober für 25.900 €.

Was man für 27.900 € bekommt

Epiq Essence 40 Epiq Selection 40
Preis 27.900 € 31.400 €
Batterie (brutto) 38,5 kWh LFP 38,5 kWh LFP
Leistung 99 kW (135 PS) 99 kW (135 PS)
Reichweite (WLTP) bis zu 310 km bis zu 310 km
Laden 10–80 % 23 Minuten 23 Minuten

Der Essence bringt LED-Scheinwerfer, Climatronic und einen 13-Zoll-Infotainmentbildschirm serienmäßig mit. Der Selection ergänzt die Pakete Technik und Komfort sowie ein Interieur in Loft Grey. Beide setzen auf Lithium-Eisenphosphat-Zellen – jene Chemie, die den Preis überhaupt möglich macht: günstiger pro kWh als nickelbasierte Zellen, unempfindlicher dagegen, jede Nacht auf 100 % geladen zu werden, und weniger energiedicht. Genau deshalb hat die Batterie 38,5 kWh und die Reichweite liegt bei 310 km statt bei 500.

Die entscheidende Zahl ist die vom Oktober

25.900 € für den Epiq 35 – das ist die Zahl, die man sich merken sollte. Das Elektroauto unter 25.000 € von einer europäischen Volumenmarke wird seit Jahren versprochen und kam bislang meist nur als Pressemitteilung. Dieses Auto liegt 900 € über dieser Marke, es kommt vom Volkswagen-Konzern, und es ist bestellbar statt angekündigt.

Auch 23 Minuten von 10 auf 80 % sind bemerkenswert, denn genau an diesem Detail scheitern günstige Elektrofahrzeuge sonst. Eine kleine Batterie füllt sich in absoluten Zahlen selbst bei bescheidener Ladeleistung schnell, und bei einem Auto mit 310 km Reichweite entscheidet der Ladestopp darüber, ob eine längere Fahrt erträglich ist.

Warum das für europäische Tesla-Käufer wichtig ist

Nicht, weil der Epiq mit einem Model 3 oder Model Y konkurrieren würde – das tut er nicht. Er ist kleiner, langsamer, kurzatmiger und rund halb so teuer. Er konkurriert um den Käufer, der sich ohnehin hätte strecken müssen.

Genau diesem Druck musste Tesla in Europa bisher nicht begegnen. Teslas günstigstes Auto liegt hier weit darüber, und die Lücke zwischen 25.900 € und einem Model 3 ist groß genug, um mehrere Jahre Laden zu bezahlen. Jedes glaubwürdige Auto in dieser Preisklasse verkleinert den Kreis derer, für die Elektroauto gleich Tesla heißt – dieselbe Dynamik zeigt sich in den tschechischen Zulassungszahlen, wo das Model Y führt, während sich der Markt darunter auffüllt.

Hinzu kommt der Zeitpunkt: BMWs iX3 sammelt am anderen Ende des Marktes ein sechsstelliges europäisches Auftragsbuch, und chinesische Marken treffen weiterhin früher ein als erwartet. Teslas europäische Position wird aus beiden Richtungen zugleich zusammengedrückt – von Premiumplattformen oben und von wirklich günstigen Modellen unten. Der Epiq ist das bislang deutlichste Beispiel für Letzteres.

Der übliche Vorbehalt bei einem Einführungspreis gilt auch hier. 27.900 € ist die Zahl des Bestellbuchs für eine bestimmte Ausstattungslinie, deutsche Preise lassen sich nicht auf andere Märkte übertragen, und das 25.900-Euro-Auto ist noch nicht bestellbar. Tatsächlich passiert ist: Der Epiq ist vom Namen zur Preisliste geworden. Das ist mehr, als die meisten Elektroautos unter 30.000 € schaffen.