Edmunds hat das sechssitzige Model Y L durch seinen standardisierten Reichweitentest geschickt und dabei 358 Meilen mit einer einzigen Ladung erreicht – gegenüber Teslas eigener Schätzung von 320 Meilen. Das sind 11.8% mehr als die Zahl auf dem Fensteraufkleber und das beste Ergebnis, das Edmunds jemals für ein Model Y gemessen hat.
Am selben Tag erschien die Zeichenfolge „Model Y L” im Quellcode der Tesla-Konfiguratorseiten in Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien. Bestellbar ist der Wagen auf keiner von ihnen.
Was der Test tatsächlich gemessen hat
Edmunds fährt eine feste Route – 60% Stadt, 40% Autobahn, ein Durchschnitt von 40 mph, Klimaautomatik auf 72°F. Es ist kein Rollenprüfstandswert und kein WLTP-Wert, die Zahl lässt sich also nicht in eine europäische Angabe umrechnen. Was sie erlaubt, ist ein Vergleich zwischen Varianten, die auf dieselbe Weise getestet wurden.
| Model Y Variante (Edmunds-Test) | Ergebnis |
|---|---|
| Model Y L (Sechssitzer, AWD) | 358 Meilen |
| Model Y Standard | 337 Meilen |
| Model Y Long Range AWD | 327 Meilen |
| Model Y Performance | 293 Meilen |
Der interessante Teil ist, dass das L das schwerste Model Y ist – rund 300 lb mehr als die Long Range Launch Series – und trotzdem am weitesten kam. Der Verbrauch lag bei 25.1 kWh pro 100 Meilen, begünstigt von einem Luftwiderstandsbeiwert von 0.216, der niedriger ausfällt als beim Standardmodell. Die zusätzliche Länge leistet aerodynamische Arbeit, anstatt Reichweite zu kosten.
Drei Signale deuten inzwischen auf Europa
Der Konfigurator-Code ist der dritte Hinweis innerhalb von sechs Wochen. Prototypen wurden im Juli bei Testfahrten in Deutschland gesichtet, der Sechssitzer soll im Jahr 2025 über die niederländische RDW eine EU-Typgenehmigung erhalten haben, und die Modellbezeichnung liegt nun in vier nationalen Konfiguratoren, die den Wagen nicht verkaufen.
Nichts davon ist eine Ankündigung. Tesla hat keinen europäischen Markteinführungstermin, keine Preise und keine europäische Spezifikation bestätigt, und eine Zeichenfolge im Quellcode einer Seite ist die schwächste Form von Beleg – sie kann Vorarbeit sein, oder eine Vorlage, die nie aufgeräumt wurde.
Was Europa Berichten zufolge bekommen soll
Die Zahlen, die für ein europäisches Model Y L zirkulieren, stammen aus Typgenehmigungsunterlagen und nicht von Tesla:
| Berichtete Spezifikation | Model Y L | vs. fünfsitziges Model Y |
|---|---|---|
| Batterie | 88.2 kWh | größer |
| Reichweite (WLTP, 19 Zoll) | 681 km | — |
| Länge | 4,976 mm | +186 mm |
| Radstand | 3,040 mm | +150 mm |
| Leergewicht | 2,092 kg | +166 kg |
Der Preis ist die offene Frage. Die deutsche Model Y Palette reicht derzeit von €39,990 bis €62,990, und das L kostete beim Start in China rund 8% mehr als das Standardmodell. Überträgt man das, landet der europäische Wagen über €60,000 – eine Schätzung, die auf einer Schätzung aufbaut, und genau so sollte sie gelesen werden.
Was das für Käufer in Europa ändert
Nicht den Zeitpunkt, der weiterhin unbekannt ist. Was das Edmunds-Ergebnis klärt, ist eine engere Frage, die durchaus zählte: ob die verlängerte Karosserie und die dritte Sitzreihe Reichweite kosten. In einem direkten Vergleich mit den eigenen Geschwistern taten sie das nicht – das L fuhr 31 Meilen weiter als das Long Range AWD, auf dem es basiert.
Sollte Tesla die Bestellbücher in Europa öffnen, ist das die Zahl, die man im Kopf behalten sollte, denn der US-Startpreis von $61,990 hat bereits gezeigt, was die sechssitzige Karosserie kostet. Was sie einspart, ist gar nichts.