Mike Snyder, der Tesla-Vizepräsident, der seit Oktober 2024 das Energiespeichergeschäft des Unternehmens und sein Supercharger-Netz als eine Organisation geführt hat, ist zurückgetreten. Das Wall Street Journal berichtete am Donnerstag, dem 15. Oktober 2026, unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen über den Schritt. AJ Booth, Teslas leitender Direktor für die Entwicklung von Energieprodukten, wird ihm laut dem Bericht nachfolgen. Reuters griff die Geschichte auf, erklärte jedoch, sie nicht unabhängig verifizieren zu können; Tesla beantwortete die Bitte um Stellungnahme nicht. Eine Erklärung von Snyder wurde nicht berichtet.
Was Snyder leitete
Snyder kam 2014 zu Tesla und stieg zum Leiter von Megapack, dem Batteriegeschäft für das Stromnetz, auf. Im Oktober 2024 wies sein LinkedIn-Profil einen neuen Titel aus: Vice President Energy and Charging. Die Rolle vereinte Megapack, Powerwall und Solarenergie mit der Ladeinfrastruktur, wie electrive damals berichtete, knapp sechs Monate nachdem Tesla sein Supercharger-Team entlassen hatte. Reuters zufolge folgte die Beförderung auf die Umstrukturierung von 2024, bei der mehrere Spitzenkräfte ausschieden, darunter der langjährige Energiechef Drew Baglino.
| Die Übergabe | Detail |
|---|---|
| Ausscheidend | Mike Snyder, Vice President Energy and Charging seit Oktober 2024 |
| Bei Tesla seit | 2014 |
| Nachfolger | AJ Booth, leitender Direktor für die Entwicklung von Energieprodukten |
| Berichtet von | Wall Street Journal, 15. Oktober 2026 |
| Von Tesla bestätigt | Nein |
| Im Q3 2026 eingesetzte Speicher | 13,7 GWh, 9,6% mehr gegenüber dem Vorjahr |
| Umsatzanteil Energie, H1 2026 | etwa 11% (Autos etwa 70%) |
Das Geschäft, das er hinterlässt
Tesla setzte im dritten Quartal 13,7 GWh Speicher ein, sein zweitbestes Quartal in der Unternehmensgeschichte und laut Reuters 9,6% mehr als ein Jahr zuvor. Energie machte in der ersten Jahreshälfte weiterhin nur etwa 11% des Umsatzes aus, gegenüber rund 70% durch Autos.
Europa ist ein wachsender Teil dieses Auftragsbestands. Tesla unterzeichnete im Juni eine 25-GWh-Megapack-Vereinbarung mit NatPower für Italien und Großbritannien und im September eine Vereinbarung über etwa 3 GWh mit Zhero in Italien. Im August startete die Produktion des Megapack 3 in der neuen Megafactory in Brookshire, Texas. Booths Titel ordnet ihn der Engineering-Seite dieser Produkte zu.
Was das für Supercharger-Nutzer in Europa bedeutet
Keiner der beiden Berichte nennt Booths neuen Titel oder sagt, ob das Supercharger-Netz innerhalb der Energieorganisation bleibt. Tesla hat nichts zu Preisen, neuen Standorten oder dem Zugang für andere Marken angekündigt; an einem europäischen Supercharger ändert sich heute also nichts.
Der Präzedenzfall erklärt, warum die Frage wichtig ist. Im April 2024 entließ Tesla Supercharger-Chefin Rebecca Tinucci und fast ihr gesamtes Team von rund 500 Personen. Ein Teil des Teams wurde später wieder eingestellt, und Snyders kombinierte Rolle ging aus dieser Umstrukturierung hervor. Vergleichbares wurde diesmal nicht berichtet.
Ein weiterer Abgang in derselben Woche
Jody Kerns, der leitende Manager, der die Cybercab-Endmontage bei Giga Texas führte, ist zu Rivian gewechselt und dort Direktor für die Endmontage des R2 im Werk des Unternehmens in der Stadt Normal, Illinois. Der Wechsel geht auf einen LinkedIn-Beitrag zurück, über den Not a Tesla App am 15. Oktober berichtete.
Worauf zu achten ist
Tesla veröffentlicht die Ergebnisse für das dritte Quartal am Mittwoch, dem 21. Oktober, nach US-Börsenschluss. Der Q&A-Webcast beginnt um 17:30 Uhr Ostküstenzeit (USA), also um 23:30 Uhr in Mitteleuropa. Es ist Teslas erste geplante Gelegenheit, die Änderung zu bestätigen und zu sagen, wer nun für das Supercharger-Netz verantwortlich ist.