BYD hat im Oktober 2026 in der Schweiz und Liechtenstein 835 Neuwagen zugelassen, fast siebenmal so viele wie Tesla mit 124. Damit ist der Rückstand von BYD auf Tesla über das Jahr auf 38 Autos geschrumpft: Von Januar bis Oktober kommt BYD laut der Markenstatistik von auto-schweiz auf 5.403 Neuzulassungen, Tesla auf 5.441. Ende September hatte Tesla noch 749 Autos Vorsprung.
auto-schweiz, die Vereinigung der offiziellen Automobil-Importeure der Schweiz, veröffentlichte die Zahlen am 2. November mit ihrer monatlichen Medienmitteilung. Die Markenstatistik erfasst alle Antriebsarten, weshalb in der Gesamtzahl von BYD auch die Plug-in-Hybride enthalten sind. Tesla verkauft ausschliesslich Elektroautos.
Der Oktober in Zahlen
| Oktober 2026 | Oktober 2025 | |
|---|---|---|
| Neue Personenwagen | 18.986 | 18.451 |
| Elektroautos | 6.620 (34,9%) | 4.175 (22,6%) |
| Benzin | 2.940 (15,5%) | 4.305 (23,3%) |
| Tesla | 124 | 128 |
| BYD | 835 | 141 |
Elektroautos erreichten einen Marktanteil von 34,9%, nach 22,6% ein Jahr zuvor. Es ist der zweite Monat in Folge über einem Drittel, nach 35,7% im September, als die Schweiz diese Marke erstmals überschritten hatte. Der Gesamtmarkt wuchs um 2,9%. Von Januar bis Oktober wurden 52.084 Elektroautos zugelassen, 30,5% mehr als im Vorjahreszeitraum, was einem Anteil von 27,1% entspricht.
Ein ruhiger Monat für Tesla
Der Oktober ist der erste Monat eines Quartals, in dem Tesla in Europa nur wenige Autos ausliefert. Die 124 Neuzulassungen lagen 3,1% unter dem Vorjahreswert und ergaben einen Marktanteil von 0,7%. Über zehn Monate liegt Tesla weiterhin 17,4% im Plus. Modellzahlen enthält die Mitteilung nicht; im September war allein das Model Y auf 1.679 Neuzulassungen gekommen.
BYD war dagegen die siebtgrösste Marke des Monats:
| Marke | Oktober 2026 | Oktober 2025 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Škoda | 1.965 | 2.057 | −4,5% |
| Volkswagen | 1.829 | 2.054 | −11,0% |
| BMW | 1.526 | 1.593 | −4,2% |
| Mercedes-Benz | 1.438 | 1.441 | −0,2% |
| Audi | 1.221 | 1.484 | −17,7% |
| Toyota | 1.117 | 915 | +22,1% |
| BYD | 835 | 141 | +492,2% |
| Tesla | 124 | 128 | −3,1% |
Zusammen mit Leapmotor (377), Zeekr (155) und Xpeng (110) kam BYD auf 1.477 Neuzulassungen und damit auf 7,8% des Marktes. Ein Jahr zuvor hatten dieselben vier Marken 280 Autos zugelassen.
Die Kritik der Importeure
auto-schweiz bezeichnete das bisherige Jahresergebnis als ernüchternd. In zehn Monaten wurden in der Schweiz 192.523 Neuwagen zugelassen, nur 2,7% mehr als im sehr schwachen Jahr 2025, während der EU-Markt in den ersten neun Monaten um 5,7% wuchs. Die Vereinigung macht die Regulierung dafür verantwortlich: Die EU hat ihre CO₂-Vorschriften für Autohersteller gelockert, die Schweiz ist diesem Schritt jedoch nicht gefolgt, sodass die Importeure weiterhin feste Jahresziele erfüllen müssen und Sanktionen riskieren. Direktor Thomas Rücker nannte es „unverständlich”, dass die Schweiz an einer „übermässig strengen CO₂-Regulierung” festhalte, während die EU ihre Industrie entlaste.
Was das für Käufer bedeutet
Die Schweiz kennt keine bundesweite Kaufprämie für Elektroautos, ihre Käufer entscheiden also allein nach Preis und Betriebskosten. Unter diesen Bedingungen ist BYD von 141 Schweizer Neuzulassungen vor einem Jahr auf 835 gestiegen. Mit November und Dezember stehen noch zwei Monate aus, und der Dezember ist der letzte Monat von Teslas Quartal. Welche der beiden Marken 2026 vorne liegt, ist damit weiterhin offen.