Peugeot hat dargelegt, was die Marke zwischen heute und 2030 in Europa verkaufen wird: sieben neue oder überarbeitete Modelle. Die Liste ist eine geradlinige Produktoffensive. Bemerkenswert macht sie ein Versprechen, das nicht mehr darin steht.
Vor fünf Jahren sagte Peugeot, das europäische Portfolio werde bis 2030 ausschließlich emissionsfrei sein. Das ist nicht mehr der Plan. Der neue hat Verbrenner- und Elektroversionen desselben Autos gleichzeitig auf der Preisliste, und zwar bewusst.
Was kommt
| Modell | Antrieb | Gebaut in | Zeitpunkt |
|---|---|---|---|
| 208, dritte Generation | Nur elektrisch, STLA One | Figueruelas, Spanien | Debüt 2027 |
| 208, aktuelle Generation | Verbrenner, überarbeitet | Figueruelas, Spanien | Läuft parallel weiter |
| 2008, nächste Generation | Elektrisch | Vigo, Spanien | Ein Jahr nach dem 208 |
| 308, 308 SW, 408 | Nachfolger | — | Bis 2030 |
Die dritte Generation des 208 trägt die Strategie. Sie wechselt auf STLA One, eine dedizierte Elektroplattform, und lässt den Verbrenner ganz weg — während der auslaufende Benzin-208 überarbeitet und im selben spanischen Werk weitergebaut wird, in Figueruelas bei Saragossa, wo auch der nächste Opel Corsa entsteht. Der 2008 folgt ein Jahr später demselben Muster und bleibt in Vigo.
Das ist die ganze Form des Rückzugs, an einer Modellreihe: Peugeot glaubt an den elektrischen Kleinwagen genug, um ihm eine eigene Plattform zu bauen, glaubt aber nicht mehr, den Benziner einstellen zu können.
Der Status als globale Marke bezahlt das
Peugeot ist zu einer von vier globalen Marken bei Stellantis aufgestiegen, neben Jeep, Ram und Fiat. Auf diese vier entfallen rund 70% der Produkt- und Markeninvestitionen des Konzerns, und das ist der Mechanismus, der eine dedizierte Plattform für einen Kleinwagen finanzierbar macht — ein Segment, das historisch zu margenschwach dafür war.
Eingebettet ist das in Stellantis' größeren FaSTLAne-2030-Plan: rund 60 Milliarden Euro Investitionen über fünf Jahre, mehr als 60 neue Fahrzeugpremieren und etwa 50 große Modellüberarbeitungen bis 2030. Separat hat Stellantis über 1 Milliarde Euro in Frankreich zugesagt, um ab 2029 drei elektrische und hybride Peugeot-Modelle in Mulhouse zu bauen.
Das Versprechen, das verschwand — in Europa und darüber hinaus
Peugeot steht damit nicht allein, und es lohnt sich, präzise zu sein, warum. Die 2020 und 2021 branchenweit gegebenen Zusagen zur vollständigen Elektrifizierung bis 2030 setzten eine Nachfragekurve und ein politisches Umfeld voraus, die sich seither verschoben haben, und die EU-Regeln für Verbrenner ab 2035 werden derzeit aktiv überarbeitet. Eine Marke, die einen Benzin-Kleinwagen bis in die späten 2020er im Angebot hält, sichert sich genau dagegen ab.
Was es bedeutet, wenn Sie kaufen
Der praktische Vorteil ist echt. Der heutige e-208 teilt seine Architektur mit Verbrennerversionen, was ihn Packaging und Effizienz kostet; eine dedizierte Elektroplattform sollte dem nächsten aus derselben Batterie mehr nutzbare Reichweite geben.
Die andere Folge ist die Herkunft der Autos. Beide kommenden elektrischen Kleinwagen von Peugeot werden in Spanien gebaut, was sie auf die richtige Seite der Auseinandersetzung stellt, ob Kaufprämien auf in Europa gebaute Fahrzeuge und Komponenten beschränkt werden sollen — ein Unterschied, der in den Märkten, die das übernehmen, mehrere Tausend Euro pro Auto wert sein kann.