Smart hat den überarbeiteten #1 am 6. August 2026 in China auf den Markt gebracht, und die interessante Neuerung ist nicht das Design. Das Auto wechselt auf eine 800-Volt-Elektroarchitektur aus Siliziumkarbid mit einer 6C-Batterie und verkürzt damit den DC-Ladevorgang von 10 auf 80 Prozent von rund dreißig auf etwa zwölf Minuten.
Die technischen Daten
| Merkmal | Smart #1 (2026) |
|---|---|
| Architektur | 800 V Siliziumkarbid |
| Batterie | 61.52 kWh LFP |
| CLTC-Reichweite | 535 km |
| Heckmotor | 245 kW / 320 Nm |
| 0-100 km/h | 6.7 s |
| Höchstgeschwindigkeit | 200 km/h |
| DC-Ladung 10-80% | ~12 Minuten (6C) |
| Abmessungen | 4,270 × 1,822 × 1,636 mm, Radstand 2,750 mm |
| Kofferraum | 313-976 Liter |
Angeboten werden zwei Ausstattungen, 535 Max und 535 Ultra, zu Preisen von 152,900 bis 172,900 Yuan. Smart zählt im Facelift mehr als 200 Änderungen an Produkt und Ausstattung. Der Antrieb ist Geelys 16-in-1-Einheit aus Siliziumkarbid mit angegebenen 93.8 Prozent Wirkungsgrad; die Motorleistung steigt von 200 kW auf 245 kW. Zur Ausstattung gehören ein Lidar auf dem Dach als Teil eines Wahrnehmungspakets mit 31 Sensoren, ein 15.4 Zoll großes 2.5K-Zentraldisplay, ein 10.2 Zoll großes Kombiinstrument, ein 10 Zoll großes Head-up-Display und eine 640 Watt starke Sennheiser-Anlage mit 13 Lautsprechern.
Der Punkt ist die kleinere Batterie
Der Akku ist von 66 kWh auf 61.52 kWh geschrumpft, und Smart nennt weiterhin 535 km im CLTC-Zyklus — einem für seine Großzügigkeit bekannten Testverfahren. Sieht man über die Reichweitenangabe hinweg, ist das technische Argument eindeutig: Wenn ein Auto den Großteil einer Ladung in der Zeit nachlädt, die der Kauf eines Kaffees dauert, muss es nicht so viel Energie mitführen. Ein kleinerer Akku ist leichter, günstiger und materialsparender, und erst das 6C-Laden macht diesen Kompromiss tragfähig.
Auf dieselbe Karte setzen inzwischen mehrere chinesische Hersteller, und es ist eine andere Wette als jene der meisten europäischen Modelle: Dort wird Kapazität aufgestockt, bis die Reichweitenangst verschwindet.
Was europäische Käufer daraus mitnehmen sollten
Smart verkauft den #1 auch in Europa, doch dieses Facelift ist ausschließlich in China gestartet, und weder die technischen Daten noch die Preise einer europäischen Version sind bestätigt. Betrachten Sie die obigen Zahlen als Werte des chinesischen Modells, solange Smart nichts anderes mitteilt.
Es gibt außerdem eine physikalische Grenze, die man kennen sollte, bevor das Marketing einsetzt. 6C bei einem 61.52-kWh-Akku bedeutet, dass das Auto rund 369 kW benötigen würde, um mit der angegebenen Rate zu laden. Nur ein sehr kleiner Teil des europäischen DC-Netzes kann das liefern: Üblicher Schnellladestandard sind 150 kW bis 400 kW, und nur die neuesten Standorte erreichen das obere Ende dieser Spanne. An einer typischen europäischen 150-kW-Ladesäule ist der Zwölf-Minuten-Wert nicht zu erreichen — der begrenzende Faktor ist die Ladesäule, nicht das Auto.
Das ist keine Kritik an der Technik. Ein 800-Volt-Auto lädt auch an einer 150-kW-Säule schneller und hält seine Spitzenleistung länger als ein 400-Volt-Auto. Doch die Schlagzeilenzahl gehört zu einem chinesischen Ladenetz, und Käufer sollten in Europa eher mit zwanzig als mit zwölf Minuten rechnen.
Smarts anderes neues Modell, der #2, der unverkleidet in einer chinesischen Zulassungsunterlage auftauchte, deutet darauf hin, dass der Produkttakt der Marke inzwischen in China vorgegeben wird — unabhängig davon, wann Europa das Ergebnis zu sehen bekommt.