Geely hat am 8. August 2026 die unverbindlichen deutschen Reservierungen für den E2 geöffnet, einen kleinen Elektro-Kleinwagen, der bei €19,990 beginnt. Es ist das zweite rein batterieelektrische Modell der Marke für Deutschland nach dem EX5, und es zieht Geelys deutsches Angebot um ein Segment nach unten — der E2 ist 4,135 mm lang und damit etwa so groß wie ein Volkswagen Polo. Die ersten Auslieferungen sind für Ende September geplant.
Was das Geld bringt
| Ausstattung | Preis | Akku | WLTP-Reichweite | Motor | DC-Spitze |
|---|---|---|---|---|---|
| Pro | €19,990 | 35.35 kWh LFP | 252 km | 60 kW / 150 Nm | 60 kW |
| Max | €23,990 | 47.14 kWh | 345 km | 85 kW / 150 Nm | 80 kW |
| Ultra | €26,990 | 47.14 kWh | 345 km | 85 kW / 150 Nm | 80 kW |
Das Leasing beginnt bei €99 pro Monat. Jede Version schafft am DC-Lader 30-80 % in 19 Minuten; an AC dauert eine Ladung von 10-100 % im Pro 5.3 Stunden und im Ultra 7.1 Stunden. Die Karosserie misst 4,135 × 1,805 × 1,580 mm bei 2,645 mm Radstand, der Wendekreis liegt bei 9.9 Metern.
Die ehrliche Lesart des Einstiegsmodells lautet: 252 km ist ein WLTP-Wert, und ein 35-kWh-Akku wird ihn im Dezember nicht liefern. Der Pro ist ein Zweitwagen, ein Pendlerauto oder ein Stadtauto für jemanden, der zu Hause lädt. Der Max für €23,990 ist die Version, die die meisten Käufer, die nur ein Auto wollen, tatsächlich brauchen.
Das Ladeguthaben ist ein Rabatt mit Bedingungen
Geely legt in der Reservierungsphase einen EnBW-Ladegutschein im Wert von €621 bei und hat seine Rechnung offengelegt: 10,000 km im Jahr bei 15.9 kWh/100 km ergeben rund 1,590 kWh, was bei 39 Cent je kWh auf €621 hinausläuft. Das beschreibt ein Jahr öffentliches Laden zu Preisen des öffentlichen Ladens durchaus fair.
Es lohnt sich, klar zu benennen, wem das hilft. Wer eine Wallbox hat, zahlt einen Bruchteil der 39 Cent und wird den Gutschein nie in €621 an Wert verwandeln, den er sonst ausgegeben hätte. Wer zu Hause nicht laden kann — also genau der Käufer, der sich in der Stadt am ehesten ein Auto für €19,990 ansieht — schöpft ihn vollständig aus. Der Anreiz zielt genau auf die zweite Gruppe, und für sie ist es echtes Geld.
Wo er im europäischen Markt landet
Der E2 trifft auf das schmale Feld der Elektroautos unter €25,000, auf das Europa jahrelang gewartet hat. Volkswagens ID. Polo ist ab €24,995 mit einem 37-kWh-Akku bestellbar, womit Geelys Einstiegspreis bei vergleichbarem Akku rund €5,000 niedriger liegt — und die 47-kWh-Version ist günstiger als der Basis-Polo und trägt dabei mehr Energie.
Genau vor diesem Muster haben die europäischen Hersteller gewarnt, und am unteren Ende des Marktes kommt es schneller an als an der Spitze, wo der Xpeng L03 den Model Y ab €34,990 unterbietet. Günstige kleine Elektroautos sind das Segment, das die europäischen Marken zuerst aufgegeben haben und in das sie am schwersten zurückfinden.
Was dem E2 noch fehlt, ist eine Erfolgsbilanz. Geely ist im deutschen Handel neu, und ein Auto für €19,990 steht und fällt mit Service, Teileverfügbarkeit und Restwerten — und nichts davon lässt sich aus einer Preisliste ablesen.