Teslas Roadster der nächsten Generation hat sich erneut verzögert. Berichten vom 5. Juni 2026 zufolge wurde die öffentliche Demonstration des Wagens auf August 2026 oder später verschoben, wobei die fortlaufende Entwicklung seines von SpaceX abgeleiteten Triebwerkssystems als Grund genannt wird. Für ein Fahrzeug, das erstmals 2017 vorgestellt wurde, ist dies eine weitere Verzögerung auf einer ohnehin schon langen Liste.
Was verschoben wurde
Die Veranstaltung, die in Texas stattfinden soll, ist als mehr als nur eine statische Enthüllung gedacht. Tesla präsentiert sie als Demonstration des Kaltgas-Triebwerkspakets von SpaceX — intern als „A71“ bezeichnet —, das den Serien-Roadster laut Unternehmen von jedem anderen Straßenfahrzeug abheben soll. Berichten zufolge bedarf diese Triebwerks-Hardware noch weiterer Arbeit, und Tesla hat sich entschieden, lieber zu verschieben, als ein unfertiges System zu zeigen.
Tesla plant eine limitierte SpaceX-Version des Roadsters, die mit dem Triebwerkspaket ausgestattet ist, neben einer konventionelleren Version des Wagens.
Ein Muster verschobener Termine
Die Enthüllung des Roadsters wurde im vergangenen Jahr wiederholt verschoben:
| Festgelegter Termin | Wann angekündigt |
|---|---|
| 1. April 2026 | Hauptversammlung im November 2025 |
| Ende April 2026 | März 2026 (Wortwahl wechselte von „Demo“ zu „Enthüllung“) |
| „Vielleicht in einem Monat oder so“ | Telefonkonferenz zu den Q1-2026-Zahlen |
| August 2026 oder später | Bericht vom Juni 2026 |
Tesla behandelte den jüngsten dieser Termine in seinen Erwartungen zur Enthüllung Ende April; dieses Zeitfenster ist nun verstrichen, ohne dass eine Veranstaltung stattgefunden hat.
Was bestätigt ist gegenüber dem, was behauptet wird
Es lohnt sich, zu trennen, was Tesla demonstriert hat, von dem, was das Unternehmen versprochen hat. Die zentralen Versprechen des Triebwerkssystems — extreme Beschleunigung und Elon Musks wiederholte Andeutung, der Wagen könne kurzzeitig vom Boden abheben — bleiben unbewiesene Marketingbehauptungen, keine gemessenen Ergebnisse. Musk beschreibt das SpaceX-Paket seit 2018 als rund zehn Kaltluft-Triebwerke, die die Rücksitze ersetzen und Kurvenverhalten, Bremsen und Beschleunigung verbessern würden. Nichts davon wurde an einem fertigen Fahrzeug gezeigt.
Bestätigt ist die Verzögerung selbst und der Frust, den sie für Reservierungsinhaber mit sich bringt.
Was es für europäische Reservierungsinhaber bedeutet
Europäische Käufer gehören zu denjenigen, die schon vor Jahren Geld investiert haben: Frühe Reservierungen erforderten bei der Vorstellung des Wagens im Jahr 2017 eine Anzahlung von $50,000, während Käufer der Founders Series $250,000 zahlten. Fast ein Jahrzehnt später hat keiner von ihnen das Fahrzeug erhalten. Da die Demonstration nun frühestens in die zweite Jahreshälfte 2026 rutscht, verschiebt sich jeder realistische Zeitplan für Produktion und europäische Auslieferung noch weiter nach hinten.
Vorerst bleibt der Roadster das, was er seit Jahren ist: ein beeindruckendes Konzept mit ehrgeizigen Versprechen und ohne festes Liefertermin. Der August-Termin ist derjenige, den man im Auge behalten sollte — doch angesichts der Bilanz dieses Wagens ist er am besten als vorläufig zu betrachten.