Tesla hat die Softwareversion 2026.2 am 22. Januar 2026 ausgerollt und bringt damit eine Mischung aus Sicherheitsfunktionen, praktischen Winter-Lösungen und einer bemerkenswerten Markenänderung.

Erkennung allein gelassener Kinder

Die Hauptfunktion zielt auf ein ernstes Sicherheitsszenario ab. Wenn das System ein unbeaufsichtigtes Kind in der Kabine erkennt, lässt das Fahrzeug die Außenblinker aufleuchten, spielt einen Warnton ab und sendet eine Push-Benachrichtigung an die Tesla-App des Besitzers.

Die Funktion nutzt Daten der Innenraumkamera, die vollständig im Fahrzeug verarbeitet werden — es werden keine Bilder an Teslas Server übertragen. Sie ist standardmäßig beim neuen Model Y aktiviert und kann über Steuerung > Sicherheit > Erkennung allein gelassener Kinder umgeschaltet werden.

Eingefrorenes Ladekabel lösen

Version 2026.2.3, die kurz darauf folgte, behebt eine anhaltende Frustration für Elektrofahrzeug-Besitzer in kalten Klimazonen. Wenn ein Ladekabel im Anschluss eingefroren ist, können Besitzer es nun lösen, indem sie den hinteren linken Türgriff drei Sekunden lang ziehen und halten.

Der Mechanismus erfordert entweder ein entriegeltes Fahrzeug oder einen erkannten Schlüssel in der Nähe. Herkömmliche Freigabemethoden — über den Touchscreen und die mobile App — bleiben als Alternativen verfügbar. Der Türgriff-Ansatz bietet eine physische Notlösung, wenn elektronische Systeme nicht reagieren, und funktioniert entscheidenderweise auch ohne Handschuhe auszuziehen.

Tesla hatte zuvor Vorkonditionierungs- und Enteisungsfunktionen hinzugefügt, um eingefrorenen Ladeanschlüssen entgegenzuwirken, doch diese verhindern nicht immer das Einfrieren der Kabel während längerer Ladesitzungen bei Temperaturen unter null.

Autopilot wird zu Self-Driving

In einer undokumentierten Änderung hat Tesla die Bezeichnung „Autopilot" im gesamten Fahrzeuginterface durch „Self-Driving" ersetzt. Der Reiter im Steuerungsmenü lautet nun „Self-Driving" statt „Autopilot", mit Optionen für TACC, Autosteer oder Full Self-Driving unter „Self-Driving Features."

Die Umbenennung bringt Teslas fahrzeuginterne Terminologie mit dem Marketing in Einklang und spiegelt wahrscheinlich das Bestreben des Unternehmens wider, die Technologie vor den europäischen Regulierungsdiskussionen zu positionieren.

3D-Supercharger-Karten erreichen Europa

Fahrzeuge mit AMD-basiertem Infotainment-System zeigen nun 3D-Supercharger-Standortkarten an europäischen Standorten an, beginnend mit Belgien (Brügge und Heusden-Zolder). Die Karten zeigen die Echtzeit-Belegung der Ladestationen und Fahrzeugpositionen, sodass Fahrer verfügbare Ladestation identifizieren können, bevor sie einfahren.

Verbesserungen im Servicemodus

Für Techniker enthält das ECU-Update-Status-Panel nun auch elektronische Steuergeräte außerhalb des CAN-Bus, wie Autopilot-Prozessoren und Telematik-Steuergeräte. Dies gilt für Model S (2021+), Model 3, Model X (2021+), Model Y und Cybertruck.