Eine Ära im EV-Laden ist vorbei. Am 16. März 2026 produzierte die Gigafactory New York ihr letztes V3-Supercharger-Leistungskabinett und schloss ein Kapitel, das sieben Jahre und über 15.000 Einheiten umfasste.

Ende der V3-Linie

Der V3-Supercharger wurde 2019 eingeführt und wurde zum Rückgrat von Teslas globalem Ladenetzwerk. Jedes Kabinett versorgte bis zu vier Ladepunkte, und die Plattform trieb die Expansion von wenigen tausend Ladepunkten auf ein Netzwerk mit heute über 75.000 Supercharger-Ladepunkten weltweit voran.

Ab sofort nutzt jede neue Supercharger-Installation ausschließlich V4-Hardware.

Was V4 bietet

Spezifikation V3 V4
Max. Kabinettsleistung 250 kW 1.200 kW (1,2 MW)
Ladepunkte pro Kabinett Bis zu 4 Bis zu 8
Max. pro Ladeplatz 250 kW Bis zu 500 kW
Spannungsunterstützung Bis 500 V Bis 1.000 V

Die V4-Architektur stellt einen Quantensprung dar. Power-Sharing über acht Dispenser bedeutet, dass Spitzenladeleistungen dynamisch nach Bedarf zugeteilt werden können. Die 1.000-V-Unterstützung macht das Netzwerk zukunftssicher für nächste Fahrzeugplattformen mit 800-V+-Batteriearchitekturen.

Auswirkungen für Europa

Für europäische Tesla-Besitzer ist der Übergang überwiegend positiv. V4-Stationen werden bereits europaweit aufgebaut, wobei das längere Kabel eine häufige V3-Beschwerde behebt.

Bestehende V3-Stationen bleiben in Betrieb und werden gewartet. Tesla hat keine Pläne für einen rückwirkenden V3-Austausch angekündigt.

Das größere Bild

Der V4-Übergang unterstützt auch Teslas Ambitionen beim Semi-Laden. Dieselbe 1,2-MW-Leistungsarchitektur bildet die Basis des Megacharger-Netzwerks für Nutzfahrzeuge.

Mit über 75.000 Ladepunkten weltweit und V4 als einziger Produktionsplattform tritt Teslas Supercharger-Netzwerk in seine nächste Phase ein — schneller, flexibler und für eine Multi-Fahrzeug-Zukunft gebaut.