Teslas europäische Absatzzahlen im November 2025 erzählen zwei sehr unterschiedliche Geschichten. In der gesamten EU sanken die Neuzulassungen um 34,2 % im Jahresvergleich auf 12.130 Fahrzeuge. In Norwegen hingegen trieb ein steuerlich motivierter Kaufrausch Tesla dazu, den historischen Jahresabsatzrekord des Landes zu brechen — und das mit einem Monat Restlaufzeit.

Die Zahlen

Markt Nov 2025 Nov 2024 Veränderung
Norway 6.215 2.258 +175,2 %
Germany 1.763 2.208 -20,2 %
Netherlands 1.627 2.881 -43,5 %
France 1.593 3.774 -57,8 %
Spain 1.523 1.669 -8,7 %
Italy 1.281 808 +58,5 %
Belgium 998 1.691 -41,0 %
Sweden 588 1.446 -59,3 %
Denmark 534 1.054 -49,3 %
Portugal 425 801 -46,9 %
Austria 406 440 -7,7 %
Finland 257 323 -20,4 %
Switzerland 242 536 -54,9 %

Ohne Norwegen sank der Rest Europas um 36,3 % — im Einklang mit dem ganzjährigen Abwärtstrend. Die Lage in Deutschland ist besonders drastisch: Die November-Neuzulassungen fielen von 4.923 im Jahr 2023 auf 1.763 im Jahr 2025, ein Rückgang von 64,2 % in nur zwei Jahren.

Norwegens Rekordlauf

Tesla registrierte in Norwegen von Januar bis November 26.666 Fahrzeuge und übertraf damit Volkswagens historischen Jahresrekord von 26.572 aus dem Jahr 2016. Das Model Y trieb die Leistung mit 21.517 Zulassungen an.

Der Anstieg erklärt sich größtenteils durch bevorstehende Steueränderungen. Ab Januar 2026 werden neue Mehrwertsteuerregeln den Preis eines Model Y um etwa 50.000 NOK (rund 4.300 €) erhöhen. Norwegische Käufer beeilten sich, die aktuellen Preise zu sichern, was Tesla im November auf einen Marktanteil von 31,2 % brachte.

Was das bedeutet

Italien (+58,5 %) war neben Norwegen der einzige große EU-Markt mit Wachstum, begünstigt durch neue nationale E-Fahrzeug-Förderungen. Bei 1.281 Einheiten kann das Volumen die Verluste anderswo jedoch nicht ausgleichen.

Das Gesamtbild zeigt, dass Tesla einer verschärften Konkurrenz durch Volkswagen, Škoda und Renault gegenübersteht, die alle ihre Elektrofahrzeug-Palette Ende 2025 erweitert haben. Teslas EU-Marktanteil sank von 2,1 % auf 1,4 %. Ob das überarbeitete Model Y und das kommende Model 3 Standard den Trend 2026 umkehren können, bleibt offen.