Der November brachte zwei bedeutende Lade-Meilensteine für Tesla in Europa. Das Unternehmen erweiterte seine MultiPass-Funktion auf sechs Länder und machte das Laden an Fremdstationen so einfach wie das Auflegen einer Schlüsselkarte. Gleichzeitig erreichte Teslas globales Supercharger-Netzwerk 75.000 Anschlüsse — wobei Europa einen wachsenden Anteil ausmacht.
MultiPass rollt in Europa aus
Teslas MultiPass-Funktion, die im September in den Niederlanden startete, wurde am 6. November auf Deutschland, Frankreich, Schweden, das Vereinigte Königreich und Belgien ausgeweitet. Die Funktion verwandelt die Tesla-Schlüsselkarte in einen universellen Ladeausweis, der es Besitzern ermöglicht, an Fremdladestationen ohne separate Apps, Karten oder Registrierungen zu laden.
Der Ablauf ist unkompliziert: MultiPass über eine Benachrichtigung in der Tesla-App aktivieren, dann die Schlüsselkarte an einem unterstützten Ladepunkt auflegen oder eine Ladesitzung remote über die App starten. Ladekosten erscheinen neben Supercharger-Sitzungen im Abrechnungsverlauf der App und nutzen dieselbe Zahlungsmethode.
Durch eine Partnerschaft mit einem Netzwerkaggregator verbindet sich Tesla mit über 1.000 Ladenetzen und Tausenden von Stationen in ganz Europa, darunter große Betreiber wie Fastned und Allego. Für Besitzer, die über Grenzen hinweg reisen, entfällt durch die einheitliche Abrechnung die Notwendigkeit mehrerer Ladekonten.
75.000 Supercharger weltweit
Am 20. November gab Tesla bekannt, weltweit 75.000 Supercharger-Anschlüsse erreicht zu haben. Die Meilenstein-Station in Tasmanien, Australien, zeichnet sich durch eine markante gletscherblaue Farbe aus.
Das Ausbautempo hat sich deutlich beschleunigt. Tesla hat die letzten 5.000 Anschlüsse in etwa 4,5 Monaten hinzugefügt, verglichen mit 15 Monaten für die vorherigen 10.000. In Europa umfasst das Netzwerk über 14.000 Ladepunkte an 1.100 Standorten in 30 Ländern. Allein Deutschland verfügt über mehr als 3.600 Anschlüsse an über 200 Standorten.
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Supercharger weltweit | 75.000 |
| Europäische Standorte | 1.100+ |
| Europäische Ladepunkte | 14.000+ |
| Länder in Europa | 30 |
| Ladepunkte Deutschland | 3.600+ |
| Offen für Fremdmarken | 99 % (Europa) |
Bemerkenswert ist, dass über 99 % des europäischen Supercharger-Netzwerks von Tesla nun für Fremdfahrzeuge zugänglich sind — ein bedeutender Wandel vom ehemals geschlossenen Ökosystem der Marke.
Praktische Auswirkungen
MultiPass und das wachsende Supercharger-Netzwerk adressieren gemeinsam einen der häufigsten Schmerzpunkte europäischer E-Fahrzeug-Besitzer: die fragmentierte Ladeinfrastruktur. Ob am Tesla-Supercharger oder einer Fastned-Fremdstation — das Erlebnis wird zunehmend unter einem einzigen Konto und einer Zahlungsmethode vereinheitlicht.