Tesla hat einen neuen Termin für die Übergabeveranstaltung der Model S und Model X Signature Edition festgelegt und bestätigt, dass die Zeremonie nun am Mittwoch, dem 20. Mai 2026, im Werk des Unternehmens in Fremont, Kalifornien, stattfinden wird. Die Veranstaltung war ursprünglich für den 12. Mai angesetzt, bevor sie kurzfristig verschoben wurde (Not a Tesla App, Teslarati, Electrek).

Anders als bei früheren Meilensteinen der Flaggschiff-Modelle handelt es sich hierbei nicht um eine Markteinführung. Die Signature Edition ist die finale Produktionsserie von Model S und Model X, und Tesla hat bestätigt, dass kein aufgefrischter Nachfolger in Fremont folgen wird.

Warum die Veranstaltung verschoben wurde

Der ursprüngliche Termin am 12. Mai wurde gestrichen, nachdem Elon Musk eine Einladung von Präsident Trump angenommen hatte, an einer diplomatischen Mission nach China für Gespräche mit Präsident Xi Jinping teilzunehmen. Der Delegation gehörten zudem Tim Cook von Apple, Larry Fink von BlackRock, Kelly Ortberg von Boeing sowie hochrangige Führungskräfte von Goldman Sachs, Blackstone, Citigroup und Meta an; sie deckt Handel, KI-Zusammenarbeit und übergreifende geopolitische Fragen ab. Da sich der Tesla-CEO während des ursprünglich geplanten Zeitfensters außerhalb des Landes befand, entschied sich das Unternehmen, die Zeremonie um eine Woche zu verschieben, anstatt sie ohne ihn durchzuführen.

Die Eingeladenen erhielten eine Folge-E-Mail mit der Bitte, ihre Teilnahme erneut zu bestätigen und ein neues QR-Code-Ticket herunterzuladen. Tesla erinnerte die Käufer außerdem daran, dass die Reise- und Übernachtungskosten weiterhin in deren eigener Verantwortung liegen — ein Detail, das bei Teilnehmern, die bereits Flüge und Hotels für das Zeitfenster am 12. Mai gebucht hatten, für Unmut sorgte.

Was die Signature Edition ist — und was nicht

Die Signature Edition ist nicht die erste Welle einer aufgefrischten Model S- und Model X-Reihe. Sie ist die abschließende Produktionsserie, bevor Tesla die Fertigung von Model S und Model X einstellt. Der Montagebereich in Fremont, in dem beide Fahrzeuge gebaut wurden, wird für Teslas humanoiden Roboter Optimus umfunktioniert, und Tesla hat bestätigt, dass es für keines der beiden Flaggschiffe einen direkten Nachfolger gibt.

Die Serie von 350 Fahrzeugen ist ausschließlich auf Einladung erhältlich — beschränkt auf bestehende Tesla-Besitzer — und die gesamte Produktion ist bereits abgeschlossen:

Modell Stückzahl Signature Edition
Model S 250
Model X 100
Gesamt 350

Jedes Fahrzeug ist eine Plaid-Variante mit dem Luxe Package zum Preis von 159.420 USD. Jedes ist in einer eigens entwickelten „Garnet Red”-Lackierung mit goldenen Paspeln auf weißem Alcantara-Interieur ausgeführt, mit goldenen Tesla-Emblemen, Signature Edition-Pfützenleuchten und einer nummerierten Armaturenbrett-Plakette (1/250, 2/250, …). Käufer müssen eine einjährige Vereinbarung über den Wiederverkaufsverzicht unterzeichnen, wobei Tesla anschließend ein Vorkaufsrecht hält. Der Model S wurde 2012 in Fremont eingeführt und der Model X 2015 — vierzehn und elf Jahre kontinuierlicher Produktion enden mit dieser 350 Fahrzeuge umfassenden Abschlussserie.

Die Auslieferungen am 20. Mai erfolgen direkt an die Teilnehmer in Fremont — 45500 Fremont Boulevard — was die Veranstaltung zu einer Mischung aus Sammlerzeremonie und formellem Abschluss der Flaggschiff-Linie macht.

Warum es für europäische Käufer wichtig ist

Die Signature Edition ist ausschließlich für die USA und nur auf Einladung erhältlich, doch der wichtigere Punkt für europäische Käufer ist, was nicht darauf folgt. Tesla hat kein aufgefrischtes Model S oder Model X für Europa angekündigt — und da die Linie in Fremont ohne Nachfolger eingestellt wird, ist auch keines zu erwarten. Europäische Reservierungsinhaber, die noch auf ein aufgefrischtes Flaggschiff warten, werden keines erhalten; die Signature Edition ist das letzte neue Model S und Model X, das für irgendeinen Markt vom Band läuft.

In der Praxis verlagert sich die europäische Nachfrage nach Model S und Model X auf vorhandenen Showroom-Bestand, gebrauchte Exemplare sowie bereits bestehende, noch nicht ausgelieferte Bestellungen. Tesla hat sich öffentlich nicht dazu geäußert, was mit ausstehenden europäischen Bestellungen von Model S und Model X geschieht, und es gibt keinen öffentlichen Hinweis darauf, dass eine erneute Produktion für den Export erwogen wird. Käufer, die in Europa eine neue Tesla der Plaid-Klasse möchten, müssen abwarten, was Tesla als nächstes an die Spitze der Modellpalette setzt — was nach aktuellen öffentlichen Aussagen ein aufgefrischter Model 3 in Plaid-Ausführung sein wird und kein Eins-zu-Eins-Ersatz für Model S/X.

Worauf am 20. Mai zu achten ist

Wenn die Zeremonie stattfindet, werden die für ein europäisches Publikum relevantesten Punkte sein:

  • Jede offizielle Stellungnahme von Tesla zum Ende der Produktion von Model S und Model X sowie der Zeitplan für die Umstellung der Fremont-Linie auf Optimus.
  • Aussagen der Tesla-Führung dazu, was — wenn überhaupt — das Flaggschiff-Duo ablöst (ein aufgefrischter Model 3 Plaid ist der am häufigsten genannte Kandidat).
  • Ob einige der 350 Fahrzeuge für europäische Auslieferungskanäle vorgesehen sind oder ob die gesamte Serie unter der einjährigen Wiederverkaufsbeschränkung in den USA bleibt.
  • Jede Kommunikation nach der Veranstaltung an bestehende europäische Reservierungsinhaber von Model S und Model X.

Die Übergabe ist der öffentlichkeitswirksamste Model S/X-Moment seit über einem Jahr, nach einer langen Phase, in der Model Y und der kommende aufgefrischte Model 3 die Ankündigungen des Unternehmens dominiert haben — und nach aktuellem Stand ist sie auch der letzte derartige Moment für das ursprüngliche Flaggschiff-Duo.