Juli 2025 war Teslas siebter Monat in Folge mit rückläufigen europäischen Neuzulassungen. Mit 8.837 zugelassenen Fahrzeugen — ein Rückgang von 40 % gegenüber dem Vorjahr — wird Tesla in Europa nun erstmals dauerhaft von einem chinesischen Wettbewerber übertroffen.

Aufschlüsselung nach Ländern

Die Rückgänge waren breit gestreut, nur zwei europäische Märkte zeigten Wachstum.

Land Veränderung ggü. Vorjahr Einheiten Juli 2025
Norwegen +83 % 838
Spanien +27 % 702
Italien -5 % 457
Frankreich -27 % 1.307
Portugal -49 % 284
Dänemark -52 % 336
Deutschland -55 % 1.110
Belgien -58 % 460
Niederlande -62 % 443
Schweden -86 % 163

Deutschlands Zahlen sind besonders auffällig: 1.110 Zulassungen in einem Monat, in dem der gesamte deutsche Elektrofahrzeugmarkt um 58 % auf 48.614 Fahrzeuge wuchs. Teslas Anteil am deutschen Elektrofahrzeugmarkt ist auf 2,2 % gesunken, von einem Jahresdurchschnitt von 3,3 %.

Der BYD-Faktor

BYD registrierte im Juli europaweit 13.503 Fahrzeuge, ein jährlicher Anstieg von 225 %. Zur Einordnung: Das sind rund 50 % mehr als Teslas gesamtes europäisches Volumen im gleichen Monat. BYDs Wachstum konzentriert sich auf Märkte, in denen Tesla am schwächsten ist — insbesondere Süd- und Mitteleuropa — und wird von den Modellen Atto 3, Seal und Dolphin zu aggressiven Preisen angetrieben.

Was schiefläuft

Drei Faktoren verstärken sich weiterhin gegenseitig. Markenwahrnehmungsprobleme im Zusammenhang mit Elon Musks politischen Aktivitäten in Europa beeinflussen messbar die Kaufentscheidungen, besonders in Skandinavien und Deutschland. Chinesische Wettbewerber bieten glaubwürdige Alternativen zu niedrigeren Preisen. Und das Model Y Juniper Facelift hat trotz guter technischer Aufnahme nicht den erwarteten Absatzzuwachs gebracht.

Norwegen bleibt Teslas europäische Hochburg — das Model Y Juniper ist das meistverkaufte Fahrzeug des Landes — aber ein einzelner Markt kann die Rückgänge auf dem restlichen Kontinent nicht ausgleichen. Teslas Jahreszulassungen in Deutschland liegen bei 10.000 Einheiten, ein Minus von 57,8 % gegenüber dem gleichen Zeitraum 2024.