Nach über einem Jahr kontinuierlichen Rückgangs hat Tesla endlich einen positiven Monat in Europa verbucht. Die Registrierungen im Februar 2026 beliefen sich auf 13.740 Fahrzeuge in EU, UK und EFTA — ein Anstieg von 29,1 % gegenüber Februar 2025.
Die Zahlen
Die 13-monatige Verluststrähne, die Anfang 2025 begann, ist beendet. Kombinierte Daten für Januar und Februar 2026 zeigen 20.941 Tesla-Registrierungen, ein Plus von 16,7 % gegenüber 17.947 im gleichen Vorjahreszeitraum.
| Zeitraum | 2025 | 2026 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Januar | 10.646 | 7.201 | -32,4 % |
| Februar | 10.646 | 13.740 | +29,1 % |
| Jan–Feb gesamt | 17.947 | 20.941 | +16,7 % |
Der breitere europäische EV-Markt wuchs im Februar um 15,8 %, während der Gesamtautomarkt um 1,7 % expandierte. Teslas 29,1-Prozent-Zuwachs übertraf den EV-Markt, was auf eine gewisse Erholung über den reinen Marktrückenwind hinaus hindeutet.
Der BYD-Schatten
Die Erholung kommt mit Kontext. BYD verkaufte im Februar 15.438 Fahrzeuge in Europa — ein atemberaubender Anstieg von 185,3 % im Jahresvergleich. Der chinesische Hersteller übertraf Tesla um fast 1.700 Einheiten.
BYDs Wachstum basiert auf aggressiver Preisgestaltung, expandierenden Händlernetzen und einer Modellpalette vom günstigen Seagull bis zum Premium-Han.
Was die Erholung antrieb
Mehrere Faktoren dürften zum Februar-Aufschwung beigetragen haben. Die erneuerte Model-Y-Reihe — einschließlich des im Januar eingeführten Standard Long Range RWD und der kommenden 7-Sitzer-Variante — weckt erneutes Interesse. Tesla startete im Februar in Deutschland auch einen 3.000-EUR-Eintauschbonus mit 0-Prozent-Finanzierung.
Die Vergleichsbasis spielt ebenfalls eine Rolle. Februar 2025 war schwach wegen des Model-Y-Übergangs zum Juniper-Refresh, sodass ein Teil des Jahresvergleichsgewinns eher ein schwaches Vorjahr als eine echte Nachfrageerholung widerspiegelt.
Ausblick
Ein positiver Monat ist noch keine Trendwende. Teslas europäische Gesamtjahreszulassungen fielen 2025 um 28 % auf rund 235.000, und Januar 2026 lag in vielen Märkten noch bei -32 %. Die Frage ist, ob die erneuerte Palette und Aktionspreise das Februar-Momentum über die entscheidende Frühjahrsverkaufssaison aufrechterhalten können.