Tesla hat seinen Impact Report 2025 veröffentlicht, ein 216-seitiges Dokument, das das Unternehmen rund um das Thema „erstaunlicher Überfluss” aufbaut. Jenseits der Marketingsprache ist der Bericht das, was Tesla einem jährlichen Nachhaltigkeits- und Sicherheitsaudit am nächsten kommt — und dieses Jahr enthält er eine Handvoll konkreter Zahlen, die für europäische Besitzer ebenso wichtig sind wie für alle anderen.
Ein Rekordjahr bei vermiedenen Emissionen
Tesla gibt an, dass seine Kunden 2025 gemeinsam 37 Millionen Tonnen CO₂e aus der Atmosphäre ferngehalten haben, was das Unternehmen mit dem jährlichen Energieverbrauch von rund 5 Millionen Haushalten gleichsetzt. Das ist etwa 16 % mehr als die 32 Millionen Tonnen, die für 2024 gemeldet wurden, und spiegelt eine größere Flotte auf den Straßen wider, die zunehmend an saubereren Netzen geladen wird.
| Kennzahl | 2024 | 2025 |
|---|---|---|
| Von Kunden vermiedenes CO₂e | 32M metric tons | 37M metric tons |
| Weltweit geschaffene Arbeitsplätze | — | ~135,000 |
| ASTM-Unfallrate (2021: 3.6) | — | 2.3 |
Tesla belegte zudem im zweiten Jahr in Folge den ersten Platz im Lead-the-Charge-Ranking 2025 zur Nachhaltigkeit von Lieferketten, vor Ford, Volvo, Mercedes-Benz und Volkswagen — ein Ergebnis, das in Europa Gewicht hat, da drei dieser vier Konkurrenten hier ansässig sind.
Flottensicherheit, mit Vorbehalten
Der Bericht liefert Zahlen zur Sicherheit von FSD (Supervised). Tesla gibt an, dass Fahrer mit aktiviertem FSD weltweit rund 2,9 Millionen Meilen zwischen schweren Kollisionen zurücklegen — und etwa 5 Millionen Meilen in Nordamerika — gegenüber einem NHTSA-Basiswert von rund 505.000 Meilen pro schwerer Kollision für alle US-Fahrer. Bei einer Stichprobe von 65 Millionen Meilen stellte das Unternehmen fest, dass Fahrten mit aktiviertem FSD etwa 5 % weniger Energie verbrauchten als dieselbe Strecke im manuellen Betrieb.
Diese Kernunterschiede sind groß, verdienen aber eine genaue Betrachtung. Unabhängige Analysten haben darauf hingewiesen, dass Tesla-Fahrer möglicherweise nicht repräsentativ für die Allgemeinbevölkerung sind, unter risikoärmeren Bedingungen fahren könnten und dass Unfälle abseits von Autobahnen untererfasst sein können — all das übertreibt den Vergleich. Es ist eine echte Verbesserung, nicht das sechsfache Wunder, das das rohe Verhältnis nahelegt, und europäische Besitzer sollten beachten, dass FSD (Supervised) hier weit eingeschränkter bleibt als in Nordamerika.
Arbeitsplätze, Verletzungen und die Belegschaft
Tesla gibt an, bis Ende 2025 weltweit fast 135.000 Arbeitsplätze geschaffen zu haben, und dass seine Unfallrate nach ASTM-Standard von 3,6 im Jahr 2021 auf 2,3 im Jahr 2025 gesunken ist — ein bedeutsamer Schritt für ein Unternehmen, das wiederholt wegen der Fabriksicherheit in der Kritik stand, auch bei Giga Berlin.
Was das für europäische Besitzer bedeutet
Für Fahrer in Europa ist der Bericht weniger ein Einkaufsratgeber als eine Bilanz. Die Zahlen zu Emissionen und Lieferketten sind der stärkste Teil der Geschichte; die Sicherheitsaussagen zu FSD sind der Teil, den man mit kritischem Blick lesen sollte, bis die Regulierungsbehörden hier vergleichbare Daten sehen. Der vollständige Bericht ist auf der Impact-Seite von Tesla verfügbar.