Spanien investiert echtes Geld in eine der größten Beschwerden von Elektroautofahrern auf der Iberischen Halbinsel: die langen, leeren Autobahnabschnitte, auf denen ein Schnelllader schwer zu finden ist. Die Regierung hat bestätigt, dass mehr als 100 Millionen € in Elektromobilitätsprojekte fließen werden, wobei der Großteil auf den Bau und die Modernisierung von Ladestationen entlang der wichtigsten Verkehrskorridore des Landes abzielt.
Was das Geld bringt
Die Förderung wird über das Programm „Moves Corredores de Recarga” geleitet, das von der spanischen Energieagentur IDAE betrieben wird, und soll nahezu 2.700 neue Schnellladepunkte auf den Strecken bereitstellen, die für Fernreisen am wichtigsten sind. Die vorläufige Zuweisung von rund 97 Millionen € unterstützt etwa 337 erfolgreiche Projekte, wobei die Ladepunkte in einer 150-kW-Klasse gebaut werden, die für ein schnelles Nachladen auf einer Fahrt wirklich nützlich ist und nicht für ein langsames nächtliches Laden.
Entscheidend ist, dass der Plan auf die sogenannten „Schattenstrecken” abzielt — die Korridore, in denen die Ladeinfrastruktur heute schwach, unzuverlässig oder schlichtweg nicht vorhanden ist. Das Schließen dieser Lücken verwandelt eine nervöse Fahrt quer durchs Land in eine gewöhnliche.
Wer es baut
Die Zuschüsse verteilen sich auf mehrere etablierte Ladepunktbetreiber. Die größte Einzelzuwendung ging an Wenea, das sich fast 14,8 Millionen € für 25 Projekte im ganzen Land sicherte. Zunder erhält rund 13 Millionen € für die Entwicklung von 54 Ladeinstallationen, und die Partnerschaft Iberdrola–BP Pulse erhielt mehr als 12 Millionen € für den Bau von 41 Ladehubs an Standorten wie Málaga, León, Jaén, Cáceres, Toledo und Badajoz.
| Betreiber | Förderung | Projekte |
|---|---|---|
| Wenea | ~€14.8M | 25 |
| Zunder | ~€13M | 54 |
| Iberdrola–BP Pulse | ~€12M | 41 Hubs |
Warum es für Tesla-Besitzer wichtig ist
Spanien ist eines der beliebtesten Fernreiseziele Europas, und sein Autobahnnetz hinkte historisch gesehen bei der Schnellladedichte hinter Nordeuropa her. Tesla-Fahrer profitieren bereits von einer dichten Supercharger-Abdeckung entlang der Mittelmeerküste, aber ein stärkeres öffentliches Schnellladerückgrat ist aus zwei Gründen wichtig: Es füllt die Lücken zwischen Supercharger auf Binnenrouten und — da Tesla einen Großteil seines europäischen Netzes für andere Marken geöffnet hat und sich zunehmend auf gemeinsame Standards stützt — verringert ein dichteres Korridornetz von Drittanbietern das Anstehen und die Reichweitenangst für alle.
Die Investition passt auch in ein breiteres europäisches Muster. Regierungen auf dem gesamten Kontinent stecken öffentliches Geld in das Laden entlang von Korridoren, um die AFIR-Regeln der EU zu erfüllen, die Schnelllader in regelmäßigen Abständen entlang der großen Autobahnen vorschreiben. Spaniens Vorstoß ist ein konkreter Schritt in Richtung dieser Ziele und ein Zeichen dafür, dass das Land Schritt halten will, während die Verbreitung von Elektrofahrzeugen zunimmt.
Vorerst ist die Zuweisung vorläufig, und die eigentliche Prüfung wird sein, wie schnell die 337 Projekte vom Papier zum gegossenen Beton übergehen. Aber die Richtung ist klar: Spanien will seine Korridore geladen wissen.