Die US-Behörde für Straßenverkehrssicherheit NHTSA hat ihre Untersuchung der Tesla-Funktion Smart Summon abgeschlossen, nachdem 159 Vorfälle bei rund 2,6 Millionen Fahrzeugen dokumentiert wurden. Trotz 97 Unfällen stellte die Behörde null Verletzungen und null Todesfälle fest und kam zu dem Schluss, dass Teslas Over-the-Air-Softwareupdates die Probleme angemessen behoben haben.

Verlauf der Untersuchung

Die Prüfung PE24033 wurde im Januar 2025 eingeleitet und umfasste Model S und X der Baujahre 2016–2025, Model 3 der Baujahre 2017–2025 und Model Y der Baujahre 2020–2025 mit Full-Self-Driving-Funktionalität. Die NHTSA merkte an, dass die 159 Vorfälle "einen Bruchteil von einem Prozent" von Millionen Smart-Summon-Sitzungen darstellten.

Was schiefging

Die Untersuchung identifizierte mehrere Fehlerarten. Kameraverdeckung durch Schnee und Kondensation verursachte Kollisionen mit parkenden Fahrzeugen. Das System erkannte verdeckte Frontkameras bei Winterbedingungen nicht. Smart Summon hatte auch Probleme beim Anhalten vor Parkhausschranken.

Teslas OTA-Korrekturen

Tesla hat 2025 sechs Over-the-Air-Softwareupdates bereitgestellt:

Datum Update Korrektur
15. Januar 578998, 579185 Erkennung von Kameraverdeckung
20. Januar SW-578752 Schnee-/Kondensationshandhabung
30. Januar SW-580322 Weitere Wetterbedingungen
6. Februar SW-578839 Schrankenerkennung
20. November SW-580514 Verbesserung der Objekterkennung

Auswirkungen für Europa

Smart Summon war in Europa aufgrund strengerer Vorschriften für ferngesteuertes Fahren auf öffentlichen Flächen nicht breit verfügbar. Die Einstellung der NHTSA-Untersuchung könnte Teslas Position bei europäischen Regulierungsbehörden stärken, obwohl EU- und nationale Behörden ihre eigenen Sicherheitsstandards anlegen.

Kein Freibrief

Die NHTSA hat sich ausdrücklich das Recht vorbehalten, die Untersuchung auf Basis künftiger Entwicklungen wieder aufzunehmen. Die Einstellung spiegelt "geringes Aufkommen und geringe Schwere der Vorfälle" wider, nicht eine Feststellung, dass Smart Summon problemfrei sei. Fast alle Unfälle betrafen geringfügige Sachschäden, und keine verletzlichen Verkehrsteilnehmer wurden betroffen.