Der Fahrplan für v15

Tesla-CEO Elon Musk hat bestätigt, dass FSD Version 15 auf einem völlig neuen KI-Modell mit etwa 10 Milliarden Parametern laufen wird — eine zehnfache Steigerung gegenüber dem etwa eine Milliarde Parameter umfassenden Modell, das den aktuellen v14-Zweig antreibt. Das Upgrade verspricht außerdem eine deutliche Verbesserung der Videokomprimierungsverluste, wodurch Teslas neuronales Netzwerk mehr Informationen aus den Kamerabildern extrahieren kann.

„Unser Fortschritt mit dem kleinen Modell war so schnell, dass das große Modell noch nicht aufgeholt hat. V15 wird das große Modell sein", erklärte Musk. Es gibt kein bestätigtes Veröffentlichungsdatum für v15, und es bleibt unklar, wie viele Zwischenversionen des v14-Zweigs vor dem Übergang erscheinen werden.

Was v14.3 heute bietet

Während v15 die Schlagzeile ist, erntet das frisch veröffentlichte FSD v14.3 (Firmware 2026.2.9.6) bereits Lob von ersten Testern. Zu den wichtigsten Verbesserungen gehören:

Funktion Detail
Reaktionszeit 20 % schnellere Reaktionen auf Straßenereignisse
Flottenlernen Echtzeitlernen aus Flottendaten
KI-Compiler Vollständig mit dem MLIR-Framework neu geschrieben
Fahrstil Aggressiver „Mad Max"-Modus abgemildert
Fahrkomfort Deutlich verbesserte Spurwechsel und Kreuzungsdurchfahrten

Erste Eindrücke von Besitzern beschreiben v14.3 als deutlich geschmeidiger als seine Vorgänger, mit schnelleren Reaktionen an Kreuzungen und selbstbewussteren Spurwechseln. Tesla hat außerdem seinen KI-Compiler mit dem MLIR-Framework neu geschrieben, was die Inferenzgeschwindigkeit auf der Fahrzeughardware verbessern sollte.

Warum das für Europa wichtig ist

Teslas Firmware 2026.8.6, die derzeit weltweit ausgerollt wird, enthält Code-Referenzen zur europäischen FSD-Aktivierung. Dies steht im Einklang mit den laufenden regulatorischen Tests durch die niederländische RDW und den Mitfahrvorführungen, die Tesla in Dänemark, der Schweiz, Rom und anderen europäischen Standorten im Laufe des Jahres 2025 und Anfang 2026 durchgeführt hat.

Wenn FSD v14 in Europa startet, wie diese Signale nahelegen, würden europäische Besitzer das verfeinerte kleine Modell mit Flottenlernen und schnelleren Reaktionen erhalten. Das anschließende Upgrade auf v15 mit dem 10-fachen Modell käme dann als Over-the-Air-Update — was möglicherweise einen dramatischen Fähigkeitssprung für die europäische Flotte bedeuten würde.

Das große Ganze

Teslas Ansatz spiegelt eine durchdachte Strategie wider: Jetzt ein ausgereiftes kleines Modell ausliefern, Flottendaten über alle Märkte hinweg sammeln und das große Modell einsetzen, sobald es das kleine übertrifft. Für europäische Besitzer, die seit Jahren auf FSD warten, stellt die Kombination aus der bevorstehenden v14-Verfügbarkeit und einem transformativen v15 am Horizont den bisher konkretesten Fortschritt dar.