Tesla beginnt diese Woche mit der Verteilung von FSD v14.3 an Mitarbeiterfahrzeuge. CEO Elon Musk bezeichnet das Update als "das letzte große Puzzlestück" der autonomen Ambitionen des Unternehmens. Gleichzeitig soll in drei Tagen die niederländische Fahrzeugbehörde RDW bekanntgeben, ob Europa endlich Full Self-Driving erhält.

Was v14.3 bringt

Das Update enthält ein größeres neuronales Netzwerk mit verbessertem Reasoning und Reinforcement Learning, eine verbesserte Navigationsroute, die anhaltende Nutzerbeschwerden adressiert, und eine bessere Bewältigung komplexer Städteszenarien. Fahrzeuge mit Hardware 4 erhalten das Update zuerst, während HW3-Besitzer auf eine abgespeckte Version "FSD v14 Lite" warten müssen, die für Mitte 2026 angepeilt wird.

Die Einführung folgt auf einen problematischen v14.2-Zyklus. Die jüngste Version v14.2.2.5 wurde von Testern als "die verwirrendste Veröffentlichung aller Zeiten" bezeichnet — sie führte die Erkennung von Schulzonen und Tieren ein, verursachte aber gleichzeitig sprunghaftes Blinkerverhalten und Navigationsausfälle.

Europas Stunde der Wahrheit

Für europäische Besitzer ist der nahende Termin am 10. April die größere Geschichte. Tesla und die niederländische Straßenverkehrsbehörde RDW haben 18 Monate intensiver Tests abgeschlossen: über 1,6 Millionen Kilometer auf EU-Straßen, mehr als 13.000 Kundenprobefahrten und 4.500 Teststreckenszenarien. Sämtliche Unterlagen für die UN R-171-Zulassung und Article 39-Ausnahmen wurden eingereicht.

Sollten die Niederlande die Genehmigung erteilen, ermöglichen Regeln zur gegenseitigen Anerkennung anderen EU-Ländern eine sofortige Übernahme. Tesla hat angekündigt, eine mögliche EU-weite Einführung im Sommer 2026 zu erwarten.

Software 2026.8.6 gibt Hinweise

Teslas Software-Update 2026.8.6, veröffentlicht am 3. April, enthält offenbar Vorbereitungen für FSD in Europa, darunter eine Umbenennung des Autopilot-Menüs entsprechend europäischer regulatorischer Terminologie.

Gesunde Skepsis angebracht

Musk hat ein Jahrzehnt lang jährlich transformative FSD-Updates versprochen. Europäische Starts wurden zuvor für Sommer 2022 und Anfang 2025 angekündigt, ohne sich zu materialisieren. FSD bleibt ein Level-2-Fahrerassistenzsystem, das ständige menschliche Überwachung erfordert. Die RDW selbst hat gewarnt, dass "keine Genehmigung garantiert ist", trotz abgeschlossener Tests.