Der Weg von Full Self-Driving nach Europa hat einen weiteren Rückschlag erlitten, diesmal mit einem regulatorischen Schatten aus den USA. Die niederländische RDW hat Teslas erwartetes Genehmigungsdatum vom 20. März auf den 10. April 2026 verschoben.
Die europäische Verzögerung
Die dreiwochige Verschiebung setzt ein Muster fort: Tesla hat bisher keine einzige selbst angekündigte europäische FSD-Frist eingehalten. Das ursprüngliche Ziel war Februar 2026, dann der 20. März, jetzt der 10. April.
Wenn dieser Termin hält, würden die Niederlande der erste europäische Markt mit FSD-Genehmigung (Supervised). Tesla sagt, eine EU-weite Anerkennung könnte im Sommer 2026 folgen.
Die Verzögerung selbst ist bescheiden — drei Wochen — aber sie kommt in einem Prozess, in dem Glaubwürdigkeit bei Zeitplänen zählt.
Die NHTSA-Untersuchung
Besorgniserregender für den europäischen Genehmigungsprozess ist das Geschehen in den USA. Die NHTSA hat ihre FSD-Untersuchung auf eine Engineering Analysis hochgestuft — die schwerwiegendste Einstufung, typischerweise der letzte Schritt vor einem Pflichtrueckruf. Die Untersuchung umfasst nun 3,2 Millionen Fahrzeuge.
Die Behörde hat spezifische Bedenken zur FSD-Leistung bei schlechten Sichtverhältnissen geäußert und hinterfragt, ob das System zuverlässig erkennt, wann die Bedingungen zu schlecht für sicheren Betrieb sind.
Ein virales Video Anfang März zeigte einen Tesla auf FSD, der direkt durch aktive Bahnschranken in Los Angeles fuhr. Die NHTSA bestätigte, dass dieses Szenario in den Untersuchungsumfang fällt.
Europäische Auswirkungen
Europäische Regulierer sind nicht an US-Ergebnisse gebunden, aber die Optik ist unvermeidlich. Die RDW führt ihre eigene unabhängige Bewertung durch. Ein US-Rückruf derselben Technologie würde jedoch unweigerlich die europäischen Genehmigungsnarrative verkomplizieren.
Tesla behauptet, dass seine europäische FSD-Version an lokale Bedingungen einschließlich komplexerer Kreisverkehrsszenarien angepasst ist.
Was zu erwarten ist
Der 10. April ist das neue Datum. Wenn die RDW die Genehmigung erteilt, könnte der Dominoeffekt in Europa schnell sein — Belgien hat bereits signalisiert, die niederländische Entscheidung innerhalb von 30 Tagen anzuerkennen. Weitere Verzögerungen oder eine US-Rückrufankündigung könnten das europäische FSD jedoch in die zweite Jahreshälfte 2026 verschieben.