Tesla hat Version 4.57.5 seiner mobilen App veröffentlicht, ein Wartungsupdate, das die Oberfläche für Energieprodukte neu ordnet und die ersten sichtbaren Keime für die Steuerung der häuslichen Wärmepumpe legt. Die Versionshinweise nennen Änderungen an Tesla Home, eine verbesserte Kindersicherung, die Steuerung von Wärmepumpe und Zubehör sowie intelligentes Laden.
Was in 4.57.5 steckt
- Umbenennung in Tesla Home — der zuvor „My Home“ genannte Bereich heißt für Besitzer von Wall Connectors, Powerwalls und Tesla-Solar-Systemen nun „Tesla Home“ und bündelt die Energieprodukte unter einem einzigen Banner.
- Verbesserte Kindersicherung — aufbauend auf den granularen Steuerungen, die Tesla kürzlich auf der Fahrzeugsoftware-Seite hinzugefügt hat.
- Steuerung von Wärmepumpe und Zubehör — neue Verweise auf die Verwaltung der häuslichen Wärmepumpe tauchen in der App auf.
- Intelligentes Laden — weitere Verfeinerungen beim geplanten und energiebewussten Laden.
iOS und Android erhalten Tesla-App-Updates üblicherweise im Abstand von ein bis zwei Tagen; diese Veröffentlichung folgt diesem Muster.
Wärmepumpensteuerung: kommt, aber noch nicht aktiv
Der interessanteste Teil von 4.57.5 ist das, was angedeutet wird, und nicht das, was heute ausgeliefert wird. Neue Code-Strings wie energy_site_home_controls_heat_pump und energy_site_home_controls_title deuten auf ein kommendes Home Controls-Menü innerhalb des Tesla-Home-Bereichs hin. Die Funktion ist noch nicht aktiviert, und Tesla hat kein Veröffentlichungsdatum genannt.
Auf Grundlage der aufgetauchten Strings wird erwartet, dass die Funktion ähnlich wie Teslas bestehende Drive on Sunshine-Logik arbeitet. Wenn sauberer Strom im Überfluss vorhanden ist — etwa wenn die Solaranlage eines Hauses überproduziert — würde die App die Wärmepumpe laufen lassen, um das Haus über seine normalen Grenzen hinaus vorzukonditionieren und diese günstige Energie als gespeicherte Wärme oder Kühlung anzulegen. Sobald die Bedingungen wieder normal sind, würde die App die Wärmepumpe auf ihre standardmäßigen Temperaturvorgaben zurücksetzen.
Es gibt zudem Anzeichen dafür, dass das System die Wärmepumpe bei einem Stromausfall automatisch abschalten könnte, um die Powerwall-Kapazität zu schonen und die häusliche Notstromversorgung zu verlängern, wenn es am wichtigsten ist.
Ein breiterer Vorstoß beim Zubehör
Einige der neuen Formulierungen deuten auf einen Accessories-Bildschirm hin, der über Wärmepumpen hinaus weitere häusliche Geräte mit hohem Verbrauch erfasst — Klimaanlagen, Poolsysteme und ähnliche Ausstattung. Das würde Teslas Ambitionen bei der Energieorchestrierung von Autos und Batterien auf das Lastmanagement des gesamten Hauses ausweiten und es der App ermöglichen, flexible Lasten in Zeiten günstigen oder selbst erzeugten Stroms zu verschieben.
Was es für Besitzer bedeutet
Vorerst erhalten europäische Powerwall- und Tesla-Solar-Besitzer eine aufgeräumtere Energiezentrale und schrittweise Steuerungsverbesserungen. Die Funktionen für Wärmepumpe und Zubehör bleiben in diesem Build inaktiv, es gibt also noch nichts zu aktivieren. Doch ihre Präsenz in einer ausgelieferten Version ist ein starkes Signal dafür, dass Tesla beabsichtigt, die häusliche Heizung und Kühlung auf dieselbe Weise zu steuern, wie es bereits das Laden und die Batterieabgabe steuert — und so die Tesla-App in einen einzigen Steuerungspunkt für das vernetzte Zuhause zu verwandeln.